{"id":1376,"date":"2020-02-15T14:10:09","date_gmt":"2020-02-15T14:10:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.indien-institut.de\/cms\/?page_id=1376"},"modified":"2025-11-03T09:23:12","modified_gmt":"2025-11-03T09:23:12","slug":"chronik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.indien-institut.de\/cms\/chronik\/","title":{"rendered":"Chronik"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>CHRONIK DES INDIEN-INSTITUTS E.V. M\u00dcNCHEN<\/strong> <\/h2>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Das Indien-Institut e.V. M\u00fcnchen gegr\u00fcndet &#8211; 1929<\/p>\n\n\n\n<p>Deutsch-Indische Begegnungen seit &#8211; 1929<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">ZUM GESCHICHTSBILD VOR DER GR\u00dcNDUNG<\/h2>\n\n\n\n<p> Die Errungenschaften der deutschen Indologie des 18. und 19. Jahrhunderts blieben bis heute Meilensteine in den deutsch-indischen Beziehungen und die Bezeichnung der Universit\u00e4t Bonn als \u201eBenares am Rhein\u201c hatte in der ersten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts durchaus ihre Berechtigung. In Dessau wurde 1823 ein Mann geboren, der von Oxford aus das deutsche und europ\u00e4ische Indien-Bild \u2013 \u201eIndia- what can it teach us?\u201e \u2013 entscheidend mitgestaltete: Friedrich Max M\u00fcller, nach dem bis heute die Goethe Institute in Indien als Max Mueller Bhavans benannt sind. Zur gleichen Zeit haben die Wittelsbacher in Bayern K\u00fcnstler und Gelehrte unterst\u00fctzt, Mitglieder des Herrscherhauses reisten nach Indien. 1868 wurde durch K\u00f6nig Ludwig II. in M\u00fcnchen der erste st\u00e4ndige Lehrstuhl f\u00fcr Sanskrit eingerichtet. <\/p>\n\n\n\n<p> Die indische Unabh\u00e4ngigkeitsbewegung hatte sich nach seiner Gr\u00fcndung im Jahre 1885 in vielf\u00e4ltiger Weise bem\u00fcht, in Deutschland moralische und wirtschaftliche, zum Teil auch milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung f\u00fcr das Ringen um nationale Freiheit zu gewinnen. An einer milit\u00e4risch-politischen Expedition w\u00e4hrend des Ersten Weltkrieges, die von der T\u00fcrkei aus nach \u00c4gypten und Afghanistan sondierend vorsto\u00dfen sollte, nahmen auch Freiwillige aus Indien teil, die auf den europ\u00e4ischen Schlachtfeldern als Soldaten der britischen Streitkr\u00e4fte in deutsche Gefangenschaft geraten waren. <\/p>\n\n\n\n<p> Nach dem Ersten Weltkrieg entstanden Verkn\u00fcpfungen zwischen Indien und den kommunistischen Parteien in Deutschland und der Sowjetunion, noch Jahre sp\u00e4ter geh\u00f6rte Indien nach dem deutsch-russischen Geheimvertrag zur sowjetischen Interessenssph\u00e4re. Am 14. November 1927 war Motilal Nehru, zu der Zeit offizieller Vertreter des Indischen Nationalkongresses und F\u00fchrer der indischen Freiheitspartei mit seinem Sohn Jawaharlal, dem sp\u00e4teren Ministerpr\u00e4sidenten, im Berliner Ausw\u00e4rtigen Amt empfangen worden. Sie kamen vom Kongress der unterdr\u00fcckten V\u00f6lker in Br\u00fcssel und fuhren weiter nach Moskau. Auf ihrem Zwischenstop baten Sie die deutsche Regierung um Hilfe f\u00fcr ihr Ringen um ein freies Indien. Als Ergebnis dieses Dr\u00e4ngens wurde unter der Leitung von A.C.N. Nambiar in Berlin das erste Informationsb\u00fcro Indiens au\u00dferhalb des indischen Subkontinents errichtet, eine Art diskrete indische Botschaft in der deutschen Hauptstadt. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs \u00fcbernahm Nambiar auch die diplomatische Vertretung der Nationalen Unabh\u00e4ngigkeitsbewegung Indiens unter Netaji Subhas Chandra Bose, einer Freiheitsbewegung, die 1942 Gro\u00dfbritannien und den USA den Krieg erkl\u00e4rte. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>_____________<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">DIE GR\u00dcNDUNG DES INSTITUTS<\/h2>\n\n\n\n<p>Neben dem Jahrhunderte alten kulturgeschichtlichen Hintergrund des deutschen Interesses an Indien war f\u00fcr die Gr\u00fcndung also auch das politische Umfeld des indischen Unabh\u00e4ngigkeitsstrebens besonders ma\u00dfgebend, in der Folgezeit bezog es auch indische Pers\u00f6nlichkeiten in die Arbeit des Instituts stark ein.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"822\" src=\"https:\/\/www.indien-institut.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/for-logo-1024x822.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1766\" style=\"width:321px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.indien-institut.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/for-logo-1024x822.jpg 1024w, https:\/\/www.indien-institut.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/for-logo-300x241.jpg 300w, https:\/\/www.indien-institut.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/for-logo-768x616.jpg 768w, https:\/\/www.indien-institut.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/for-logo-1536x1233.jpg 1536w, https:\/\/www.indien-institut.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/for-logo-958x769.jpg 958w, https:\/\/www.indien-institut.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/for-logo.jpg 1979w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Am 15. Februar 1929 konnte das indische Informationsb\u00fcro in Berlin eingeweiht werden und die gew\u00fcnschte Errichtung eines Kulturb\u00fcros r\u00fcckte n\u00e4her. 1925 war in M\u00fcnchen \u201eDie Deutsche Akademie\u201c im Maximilianeum in M\u00fcnchen gegr\u00fcndet worden. Auf Antrag von Prof. Dr. Karl Haushofer von der Universit\u00e4t M\u00fcnchen beschloss 1928 die Leitung der Deutschen Akademie, die Aufgabe der F\u00f6rderung der kulturellen Zusammenarbeit zwischen Indien und Deutschland mit zu \u00fcbernehmen. So wurde das \u201eIndia Institute \u2013 Indischer Ausschuss\u201c als nicht politische Organisation und Zweig der Deutschen Akademie ins Leben gerufen. Vorsitzender wurde Prof. Karl Haushofer, Vorstandsmitglied der Deutschen Akademie, ehrenamtlicher Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Franz Thierfelder, ebenfalls Deutsche Akademie. Stellvertretender Vorsitzender und Mitbegr\u00fcnder war Prof. Dr. Taraknath Das, ein Vork\u00e4mpfer der indischen Unabh\u00e4ngigkeit. 1906 musste er wegen seiner politischen Aktivit\u00e4ten aus Indien fliehen, hatte in den USA Fu\u00df gefasst und verfolgte f\u00fcnfzig Jahre lang als Emigrant das Ziel der Freiheitsbewegung Indiens. Bei einem seiner h\u00e4ufigen Aufenthalte in Deutschland zwischen 1924 und 1934 hatte er Dr. Haushofer die Einrichtung eines \u201eIndia Institute\u201c innerhalb der Deutschen Akademie empfohlen, deren Ehrenmitglied er war. W\u00e4hrend des Dritten Reiches, mit dem er sich nicht identifizieren wollte, blieb er in den USA. 1958 ist er in New York gestorben.<\/p>\n\n\n\n<p>_____________<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">AUFGABEN, ENTWICKLUNG UND ZIELE<\/h2>\n\n\n\n<p> Die Gr\u00fcndung des Indien-Instituts war aus wohlverstandenen Interessen der deutschen und der indischen Seite zu verstehen: dem indischen Unabh\u00e4ngigkeitskampf und dem Vertrauen Indiens in die deutsche Indienbegeisterung. Von Anfang an war v\u00f6lkerverbindende Arbeit deshalb Ziel des Instituts und seine Aufgabe, einer interessierten \u00d6ffentlichkeit in Deutschland, vor allem in Bayern, Wissenswertes \u00fcber die reiche und vielf\u00e4ltige Kultur des indischen Subkontinents sowie Informationen zur politischen und wirtschaftlichen Entwicklung des aktuellen Indiens zu vermitteln. Im gleichen Geist der Freundschaft war die Republik Indien das erste Land, das nach den Westm\u00e4chten die Bundesrepublik Deutschland 1951 diplomatisch anerkannte und der um das India Institute verdiente A.C.N. Nambiar wurde der erste Botschafter der Republik Indien in Bonn. <\/p>\n\n\n\n<p> Eine bemerkenswerte selbst gestellte Aufgabe war es in den Anfangsjahren, Stipendien an ausgew\u00e4hlte indische und deutsche Studenten zu vergeben. Die Deutsche Akademie sicherte daf\u00fcr die finanzielle Grundlage, ebenso f\u00fcr die Verleihung von Stiftungen und Studienbeihilfen. Auch die Humboldt-Stiftung beteiligte sich in den fr\u00fchen Jahren bereits an der Vergabe von Sonderstipendien. Von 1929 bis 1938 vergab das India Institute Stipendien an rund 100 indische Studenten und Aspiranten, unter ihnen auch an Dr. Triguna Charan Sen, der 1939 seinen Doktorgrad f\u00fcr Hydro-Elektrik an der Technischen Hochschule in M\u00fcnchen erwarb und sp\u00e4ter Rektor der Jadhavpur-Universit\u00e4t Kalkutta wurde. Zu erw\u00e4hnen ist auch Alfred W\u00fcrfel, sp\u00e4terer Empf\u00e4nger des \u201ePadma Shri\u201c Ordens, der 1935 mit Geldern des Instituts als Lektor an die Hindu-Universit\u00e4t in Benares ging und dort sofort begann indische Sprachen, besonders Sanskrit, zu studieren. Nachdem er w\u00e4hrend des Krieges jahrelang in Bombay Sprachunterricht erteilte, machte er sp\u00e4ter eine au\u00dfergew\u00f6hnliche diplomatische Berufskarriere, die als Kulturattache an der Deutschen Botschaft in New Delhi endete. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Oktober 1935 fand unter dem Dach des Instituts und mit der Unterst\u00fctzung von Taraknath Das die erste \u201eKonferenz indischer Studenten in Deutschland\u201c statt. Das Institut unterst\u00fctzte die Bildung von indischen Vereinigungen, das gab Gelegenheit intensive Beziehungen zu Deutschen aufzubauen. Ein \u201eHindusthan Students Club\u201c wurde von ehemaligen Stipendiaten in M\u00fcnchen gegr\u00fcndet, der sp\u00e4ter die Initiative zur Bildung einer zentralen Organisation aller indischen Studentenvertretungen in Deutschland ergriff.<\/p>\n\n\n\n<p>Das &#8220;India Institute&#8221; regte ebenso einen intensiven Austausch zwischen deutschen und indischen Professoren und Wissenschaftlern an. Der beliebteste Lehrer an der M\u00fcnchner Universit\u00e4t, der Physiker Arnold Sommerfeld, las im Institut wie auch an indischen Universit\u00e4ten wo seine Vortr\u00e4ge gl\u00e4nzend besucht waren. Er pflegte intensiven Kontakt z. B. mit dem indischen Nobelpreistr\u00e4ger Sir Chandrasekhara Venkata Raman, der ihn 1928 in M\u00fcnchen besuchte und zum Ehrenmitglied des Instituts ernannt wurde. Ehrenmitglied war ebenso der Wissenschaftler J.C. Bose. Albert Einstein und Pandit Nehru verstanden sich blendend; der indische Physiker Satyendra Nath Bose (1894-1974), sp\u00e4ter Vizekanzler der Vishwabharati Universit\u00e4t und Pr\u00e4sident des National Institute of Science in Indien, \u00fcbersetzte im Alter von 22 Jahren Einsteins Relativit\u00e4tstheory ins Englische und erkl\u00e4rte sie seinen Studenten am College in Kalkutta. Bose nahm im Zusammenhang mit seiner eigenen Forschung mit Einstein direkt Kontakt auf. Das Ergebnis ist u.a. das Bose-Einstein-Kondensat, das aus der gemeinsamen Theorie dieser beiden Forscher hervorging und erst 1995 technisch bewiesen werden konnte.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"746\" src=\"https:\/\/www.indien-institut.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Sommerfeld_Raman-1024x746.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2285\" style=\"width:832px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.indien-institut.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Sommerfeld_Raman-1024x746.jpg 1024w, https:\/\/www.indien-institut.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Sommerfeld_Raman-300x219.jpg 300w, https:\/\/www.indien-institut.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Sommerfeld_Raman-768x560.jpg 768w, https:\/\/www.indien-institut.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Sommerfeld_Raman-1536x1120.jpg 1536w, https:\/\/www.indien-institut.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Sommerfeld_Raman-2048x1493.jpg 2048w, https:\/\/www.indien-institut.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Sommerfeld_Raman-958x698.jpg 958w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Geheimrat Dr. Arnold Sommerfeld, Universit\u00e4tsprofessor in M\u00fcnchen, mit dem indischen Physik-Noberpreistr\u00e4ger von 1930 Sir Chandrasekhara Venkata Raman, Universit\u00e4tsprofessor in Kalkutta.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>  Unter den indischen G\u00e4sten des Instituts war auch Rabindranath Tagore, der Ehrenmitglied des Instituts wurde. Nat\u00fcrlich waren Taraknath Das und seine Frau zu Ehrenmitglieder ernannt worden. Sein Buch \u201eIndien in der Weltpolitik\u201c wurde mit Hilfe des Instituts in deutscher Sprache im Callwey-Verlag verlegt. Selbst der zweimalige Pr\u00e4sident des Congress, Hon. Pandit Madan Mohan Malaviya, z\u00e4hlte zu den ersten Ehrenmitgliedern. Das Mahabharata von Sir Biren Roy, einem Gast des Instituts der dort bereits 1936 einen Vortrag hielt, wurde in den 60er Jahren vom Institut in Deutsch herausgegeben. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Informationsb\u00fcro Indiens in Berlin war bereits 1932 geschlossen worden. Die Deutsche Akademie wurde 1945 von der Besatzungsmacht aufgel\u00f6st. Das India&nbsp; Institute wurde 1946 wieder belebt und konnte als damals einzige Organisation, die sich mit der indischen Welt befasste, dank der Unterst\u00fctzung der New Yorker Taraknath Das Foundation die Arbeit wieder aufnehmen. Nach der W\u00e4hrungsreform konnte Dr. Thierfelder erneut im Institut mitwirken, er \u00fcbernahm den Vorsitz, Dr. Taraknath Das wurde zeitweilig sein Stellvertreter. Dank der weit \u00fcber Bayern und Deutschland hinausreichenden Beziehungen und Freundschaften konnten die Ziele der Gr\u00fcndungsv\u00e4ter wieder aktiviert werden. <\/p>\n\n\n\n<p>  Unter den Mitgliedern sind wieder bekannte Namen zu finden: Prof. Dr. Helmuth von Glasenapp, Leiter des Instituts f\u00fcr Indologie und vergleichende Religionswissenschaft der Universit\u00e4t T\u00fcbingen. Generalkonsul a.D. Wilhelm von Pochhammer, Bremen. Prof. Dr. K.C. Chaudhuri, Direktor des Institute of Child Health, Calcutta. Auch Wirtschaftsunternehmen waren wieder unter den aktiven Mitgliedern. <\/p>\n\n\n\n<p>  Erster Pr\u00e4sident bei der Umbenennung und Registrierung des Vereins in \u201eIndien-Institut e.V.\u201c M\u00fcnchen am 26. April 1960 wurde Paul H. Edler von Mitterwallner, Vorstandsmitglied von Krauss-Maffei, erster Hon. Generalkonsul der Republik Indien. Sitz des Indien-Instituts war in den Jahren im indischen Generalkonsulat im Preysing-Palais am Odeonsplatz. Beide Einrichtungen wurden von den Firmen Krauss-Maffei und Siemens bis 1970 finanziert. Nach dem Umzug des Konsulats in die Widenmayerstra\u00dfe 41 war dort f\u00fcr den Verein kein Platz mehr; man tagte u.a. im M\u00fcnchner K\u00fcnstlerhaus und Paul von Mitterwallner bestellte neue Nachfolger: Anfang 1971 Alfred Brocke, dann Professor Dr. F. Wilhelm, Indologe an der Universit\u00e4t M\u00fcnchen, die beide \u2013 wie bereits erw\u00e4hnt \u2013 jeweils unter verschiedenen Adressen arbeiten mussten. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Verleger, Indienliebhaber und Fachmann f\u00fcr indische Kunst, Robert Gedon, war 1971 zum Hon. Generalkonsul Indiens ernannt worden und stiftete 1977 seine bekannte, weit gereiste indo-asiatische Plastiksammlung dem Bayerischen Staat. Es gelang ihm, das Indien-Institut nach vielen Wanderjahren endlich an ein festes Haus zu binden. Dank dem Verst\u00e4ndnis des damaligen Direktors Prof. Dr. Walter Raunig wurde es \u201estandesgem\u00e4\u00df\u201c im Staatlichen Museum f\u00fcr V\u00f6lkerkunde untergebracht, wo es nunmehr seinen Sitz hat. Auch heute noch erinnert manchmal die Wahl der Veranstaltungsorte an die verschiedenen Institutsadressen jener Jahre. <\/p>\n\n\n\n<p>1982 \u00fcbernahm Robert Gedon den Vorsitz des Instituts und \u00fcbte das Amt bis zu seinem Tod im Jahre 1989 aus. Eine Vakanz in der Leitung des Instituts bestand bis Ende 1993, dann&nbsp; \u00fcbernahm der ehemalige deutsche Botschafter in Indien, Dr. Hans-Georg Wieck, die Pr\u00e4sidentschaft. Neue diplomatische Aufgaben bedingten 1999 den Umzug von Botschafter Wieck nach Berlin, Brigitte Gedon \u00fcbernahm die F\u00fchrung des Instituts. <\/p>\n\n\n\n<p>In den folgenden Jahren wurden S.K.H. Herzog Franz von Bayern; Maestro Zubin Mehta, Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper; der jeweilige amtierende Generalkonsul der Republik Indien in M\u00fcnchen, sowie der letzte Hon. Generalkonsul Indiens in M\u00fcnchen, Prof. Dr. h.c. Horst Teltschik und Dr. Gerhard Jooss, ehemaliges Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp AG und Mitglied der Deutsch-Indischen Beratergruppe, Ehrenmitglieder des Vereins. Seit 2002 hat Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg in M\u00fcnchen ein Berufs-Generalkonsulat das dankenswerterweise eng mit dem Institut zusammenarbeitet. <\/p>\n\n\n\n<p>Die zahlreichen Programme bieten heute ein entsprechend breites Themen- und Aktionsspektrum, das von der Erdbebenhilfe in Gujarat in 2001 \u2013 mit einer Spendenaktion unter Teilnahme der Bayerischen Staatsregierung, sowie einem mit unserer Unterst\u00fctzung veranstalteten Benefizkonzert der Bayerischen Staatsoper unter Leitung von Maestro Zubin Mehta; dem Bayerischen Jugendpreis des Instituts bis zur authentischen Auseinandersetzung mit allen die Tradition und die Moderne betreffenden Fragen und deren Beantwortung durch internationale Fachleute reicht. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>_____________<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">GEMEINN\u00dcTZIGKEIT<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Indien-Institut arbeitet gemeinn\u00fctzig und ohne staatliche F\u00f6rderung, finanziert durch steuerlich absetzbare Mitglieds- und F\u00f6rderbeitr\u00e4ge sowie Spenden. Seinen R\u00fcckhalt hat das Institut in der Unterst\u00fctzung durch bekannte Pers\u00f6nlichkeiten, die seiner v\u00f6lkerverbindenden Arbeit \u00fcber Indien aufgeschlossen bleiben, durch seine kenntnisreichen und dialogfreudigen Mitglieder und eine noch der Einl\u00f6sung harrende richtig verstandene Kulturf\u00f6rderung durch die mit Indien gesch\u00e4ftlich verbundenen bayerischen Firmen und Wirtschaftsunternehmen. Das Indien-Institut wird auch weiterhin alles tun, um das Wissen \u00fcber dieses Land, seine Kultur, Religionen, Wissenschaft, wirtschaftliche Entwicklung und Gesellschaft, die gr\u00f6\u00dfte Demokratie der Welt, zu vermitteln.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>CHRONIK DES INDIEN-INSTITUTS E.V. M\u00dcNCHEN Das Indien-Institut e.V. M\u00fcnchen gegr\u00fcndet &#8211; 1929 Deutsch-Indische Begegnungen seit &#8211; 1929 ZUM GESCHICHTSBILD VOR DER GR\u00dcNDUNG Die Errungenschaften der deutschen Indologie des 18. und 19. 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